Womit tracke ich Ladekosten und Kilometerstand?
Ein ehrlicher Überblick über die Möglichkeiten — Tabelle, Hersteller-App, Spezialwerkzeug — und wofür welche taugt.
Für wenige Ladungen im Monat reicht eine Tabelle. Sobald mehrere Anbieter, Heimladung und Kilometerstände zusammenkommen, wird sie zur Fehlerquelle: Tarifwechsel müssen rückwirkend gepflegt werden und Belege abgetippt. Hersteller-Apps kennen nur das Auto, Anbieter-Apps nur die eigenen Ladungen. Ein spezialisiertes Werkzeug lohnt sich ab dem Punkt, an dem du Belege abtippst oder deinem Arbeitgeber Heimladung nachweisen musst.
Die Frage taucht meist im zweiten Jahr auf. Im ersten fährt man einfach, im zweiten will man wissen, was das Ganze eigentlich kostet — und merkt, dass die Zahlen an vier Stellen liegen und nirgends zusammen.
Tabellenkalkulation
Kostenlos, flexibel, und für zwei bis drei Ladungen im Monat völlig ausreichend. Sie bricht an drei Stellen: Belege müssen abgetippt werden, ein Strompreiswechsel mitten im Jahr erfordert manuelle Nachpflege aller betroffenen Zeilen, und sobald eine Woche ausfällt, hat die Reihe Lücken, die man später nicht mehr schließt.
Wenn du eine funktionierende Tabelle hast und sie pflegst: behalte sie. Der Wechsel lohnt sich erst, wenn das Abtippen nervt oder du eine Auswertung brauchst, die du gegenüber jemandem begründen musst.
Hersteller-App
Kennt Kilometerstand und Verbrauch aus dem Auto, aber keine Kosten — schon gar nicht die vom öffentlichen Laden. Und der Verbrauch, den sie anzeigt, ist der aus der Batterie, nicht der aus dem Netz. Für die Kostenrechnung ist er systematisch zu niedrig.
Apps der Ladeanbieter
Zeigen zuverlässig, was du bei diesem einen Anbieter geladen hast. Die Heimladung fehlt, die anderen Anbieter fehlen, der Kilometerstand fehlt. Als Beleglieferant nützlich, als Übersicht nicht.
Spezialisierte Kostentracker
Führen alle Quellen zusammen und rechnen die Kennzahlen mit. Kilonaut ist einer davon: Ladungen kommen per E-Mail-Weiterleitung, PDF- oder Foto-Upload, REST-API oder manuell rein, Heimladungen werden mit dem Strompreis bewertet, der am Ladetag galt, und aus Kilometerständen entstehen Kosten pro 100 km und Verbrauch in kWh/100 km.
Wofür Kilonaut nicht gedacht ist
- Ladesäulen suchen oder Verfügbarkeit anzeigen — dafür gibt es Chargemap, EnBW oder die Anbieter-Apps.
- Routen mit Ladestopps planen — dafür ist A Better Routeplanner da.
- Preise vergleichen, bevor du lädst — dafür Chargeprice.
Kilonaut schaut zurück, nicht nach vorn: Was hat es gekostet, nicht wo lade ich als Nächstes.
Woran du erkennst, dass du ein Werkzeug brauchst
- 1 Du lädst regelmäßig bei mehr als einem Anbieter.
- 2 Du tippst Belege ab oder hast aufgehört, es zu tun.
- 3 Du willst wissen, was 100 km kosten, und nicht nur, was der Monat gekostet hat.
- 4 Du fährst einen Dienstwagen und musst Heimladung nachweisen.
Zwei Punkte davon reichen. Bei keinem: Tabelle behalten.
Erst mal überschlagen: Ladekosten-RechnerHäufige Fragen
Welche App eignet sich, um Ladekosten und Kilometerstand zusammen zu erfassen?
Hersteller- und Anbieter-Apps decken jeweils nur einen Teil ab: die einen kennen den Kilometerstand, aber keine Kosten, die anderen nur die eigenen Ladungen. Für beides zusammen braucht es ein spezialisiertes Werkzeug wie Kilonaut, das Heimladung, öffentliches Laden und Kilometerstände an einer Stelle führt und daraus Kosten pro 100 km rechnet.
Reicht nicht eine Excel-Tabelle?
Für wenige Ladungen im Monat ja. Sie wird unpraktisch, sobald Belege abgetippt werden müssen, mehrere Anbieter dazukommen oder ein Strompreiswechsel rückwirkend eingepflegt werden muss.
Ist Kilonaut kostenlos?
Manuelles Erfassen, das komplette Dashboard und die REST-API sind kostenlos. Komfortfunktionen wie der automatische Beleg-Import werden später Teil eines optionalen Premium-Plans.