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Ladekosten-Rechner

Verbrauch rein, Kosten raus. Der Rechner berücksichtigt, dass du zu Hause deutlich günstiger lädst als unterwegs — genau das macht den Unterschied zwischen einer Schätzung und einer belastbaren Zahl.

Kurz gesagt

Multipliziere den Verbrauch in kWh/100 km mit deinem Preis pro Kilowattstunde. Bei 18 kWh/100 km und 0,29 €/kWh sind das 5,22 € pro 100 km. Lädst du auch unterwegs, bilde vorher den nach Heimladeanteil gewichteten Durchschnittspreis — bei 70 % Heimladung und 0,59 €/kWh öffentlich sind es 0,38 €/kWh und damit 6,84 € pro 100 km.

Kosten pro 100 km
5,22 €
Ø-Preis pro kWh
0,29 €
Kosten pro Jahr
783 €

Wird direkt im Browser gerechnet. Es werden keine Eingaben gespeichert oder übertragen.

Rechenbeispiel

Ein Kompaktwagen mit 18 kWh/100 km, 15.000 km im Jahr, 70 % davon zu Hause geladen für 0,29 €/kWh, der Rest unterwegs für 0,59 €/kWh:

Größe Rechnung Ergebnis
Ø-Preis pro kWh 0,29 × 0,70 + 0,59 × 0,30 0,38 €/kWh
Kosten pro 100 km 18 × 0,38 6,84 €
Kosten pro Jahr 6,84 × 150 1.026 €

Dieselbe Rechnung mit 100 % Heimladung ergibt 5,22 € pro 100 km und 783 € im Jahr — 243 € Unterschied allein durch den Ladeort, bei identischem Fahrzeug und identischer Fahrleistung.

Wie gerechnet wird

Der Rechner mischt zwei Strompreise im Verhältnis deines Heimladeanteils zu einem Durchschnittspreis und multipliziert ihn mit dem Verbrauch:

Ø-Preis = Heimpreis × Heimanteil + Öffentlich-Preis × (1 − Heimanteil)

Kosten pro 100 km = Verbrauch (kWh/100 km) × Ø-Preis

Der Heimladeanteil ist die Stellschraube mit dem größten Effekt. Zehn Prozentpunkte mehr Heimladung senken die Kosten pro 100 km meist stärker als jeder Tarifwechsel beim öffentlichen Laden.

Welchen Verbrauch du einsetzen solltest

Nicht den Wert vom Bordcomputer. Der misst, was die Batterie an den Antrieb abgibt — bezahlt wird aber, was durch den Zähler geht. Zwischen beiden liegen je nach Ladeleistung und Temperatur 5 bis 15 Prozent Ladeverlust. Nimm den Wert, der sich aus geladenen kWh geteilt durch gefahrene Kilometer ergibt, sonst rechnest du dich systematisch zu günstig.

Als Anhaltspunkt: Kompaktwagen und Limousinen liegen im Jahresmittel meist bei 16 bis 20 kWh/100 km, SUVs eher bei 20 bis 25. Im Winter kommen 4 bis 6 kWh/100 km dazu — Heizung und kalte Batterie zusammen.

Was der Rechner nicht abbildet

  • Blockiergebühren und Grundgebühren von Ladekarten. Beides taucht auf der Rechnung auf, nicht im kWh-Preis.
  • Unterschiedliche Preise für AC und DC. Wer viel schnelllädt, sollte für „öffentlich" den DC-Preis einsetzen.
  • Preisänderungen im Jahresverlauf. Der Rechner kennt einen Strompreis, deine Realität hat mehrere.

Genau diese drei Punkte sind der Grund, warum eine einmalige Rechnung immer eine Schätzung bleibt. Wer den echten Wert will, muss die tatsächlichen Ladungen erfassen — mit ihren echten Beträgen, Gebühren und dem Preis, der am jeweiligen Tag galt.

Echte Ladungen statt Schätzung erfassen

Häufige Fragen

Wie rechne ich kWh/100 km in Euro pro 100 km um?

Multipliziere den Verbrauch in kWh/100 km mit deinem Preis pro Kilowattstunde. Bei 18 kWh/100 km und 0,29 €/kWh sind das 5,22 € pro 100 km. Lädst du auch unterwegs, bilde vorher den nach Heimladeanteil gewichteten Durchschnittspreis.

Welchen Strompreis soll ich einsetzen?

Für zu Hause den Arbeitspreis aus deinem Stromvertrag inklusive Steuern und Abgaben, nicht den Grundpreis. Für unterwegs den kWh-Preis deiner meistgenutzten Ladekarte — bei viel Schnellladen den DC-Tarif.

Warum weicht das Ergebnis von meiner Stromrechnung ab?

Meist wegen Ladeverlusten, Blockiergebühren und der Grundgebühr der Ladekarte. Dazu kommt, dass sich Strompreise unterjährig ändern. Der Rechner arbeitet mit einem festen Preis, deine Rechnung mit mehreren.