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E-Auto oder Verbrenner?

Der Rechner vergleicht ausschließlich Strom gegen Kraftstoff. Das ist der Posten, der sich am stärksten unterscheidet — und der einzige, den du mit zwei Zahlen je Fahrzeug ehrlich vergleichen kannst.

Kurz gesagt

Bei den reinen Energiekosten liegt das E-Auto fast immer vorn, sobald ein nennenswerter Teil zu Hause geladen wird. 18 kWh/100 km bei 0,38 €/kWh gemischt sind 6,84 € pro 100 km; ein Benziner mit 7 l/100 km bei 2,10 €/l kostet 14,70 €. Auf 15.000 km im Jahr sind das 1.179 € Unterschied — allerdings ohne Anschaffung, Wertverlust, Wartung, Steuer und Versicherung.

E-Auto
Verbrenner
E-Auto pro Jahr
1.026 €
6,84 € / 100 km
Verbrenner pro Jahr
2.205 €
14,70 € / 100 km
Ersparnis pro Jahr
812 €
zugunsten des E-Autos

Nur Energiekosten. Versicherung, Steuer, Wartung, Wertverlust und Anschaffung sind nicht enthalten. Wird direkt im Browser gerechnet, nichts wird gespeichert.

Rechenbeispiel

15.000 km im Jahr. E-Auto mit 18 kWh/100 km bei einem gemischten Strompreis von 0,38 €/kWh, Benziner mit 7 l/100 km bei 2,10 €/l:

Antrieb Pro 100 km Pro Jahr
E-Auto 6,84 € 1.026 €
Benziner 14,70 € 2.205 €
Differenz 7,86 € 1.179 €

Kraftstoffpreis: 2,10 €/l, Monatsmittel Super E10 für Juli 2026 (ADAC). Kraftstoffpreise schwanken stark — 2026 lag der Dieselschnitt zwischen 1,69 € im Januar und 2,26 € im April. Setz oben deinen eigenen Durchschnitt ein, dann rechnet der Rechner mit deiner Realität statt mit einem Stichtag.

Wer ausschließlich zu Hause für 0,29 €/kWh lädt, kommt auf 5,22 € pro 100 km und spart 1.054 € im Jahr. Wer ausschließlich am Schnelllader für 0,59 €/kWh lädt, zahlt 10,62 € pro 100 km — dann bleiben von der Ersparnis noch 245 €. Der Ladeort entscheidet diesen Vergleich stärker als das Fahrzeug.

Was verglichen wird — und was nicht

Verglichen werden Energiekosten: Strom gegen Benzin oder Diesel. Bewusst nicht enthalten sind Versicherung, Kfz-Steuer, Wartung, Reifen, Wertverlust und der Anschaffungspreis. Diese Posten unterscheiden sich stark zwischen einzelnen Modellen und Haltern — sie in einen allgemeinen Rechner zu packen erzeugt eine Zahl, die genau aussieht und nichts wert ist.

Für die Gesamtkosten spricht die Tendenz eher noch stärker fürs E-Auto: geringere Kfz-Steuer, weniger Verschleißteile, keine Ölwechsel. Dafür ist der Anschaffungspreis oft höher und der Wertverlust schwerer vorherzusagen. Diese Posten musst du für dein konkretes Modell selbst dazurechnen.

Die Rechnung

E-Auto: Verbrauch (kWh/100 km) × Strompreis (€/kWh)

Verbrenner: Verbrauch (l/100 km) × Kraftstoffpreis (€/l)

Der Rest ist Multiplikation mit deiner Jahresfahrleistung. Interessanter als die absolute Differenz ist, wie empfindlich sie auf den Heimladeanteil reagiert: Wer ausschließlich am Schnelllader lädt, landet je nach Tarif nah am Verbrenner. Wer überwiegend zu Hause lädt, liegt oft bei der Hälfte oder darunter.

Realverbrauch statt Herstellerangabe

Setze bei beiden Fahrzeugen den Wert ein, den du tatsächlich fährst, nicht den aus dem Prospekt. Beim Verbrenner ist der Bordcomputer meist optimistisch — verlässlicher ist getankte Menge geteilt durch gefahrene Kilometer über mehrere Tankfüllungen. Beim E-Auto gilt dasselbe mit geladenen Kilowattstunden, und zwar den abgerechneten, nicht denen aus der Bordanzeige.

Wenn du beide Werte nicht sauber kennst, vergleichst du zwei Schätzungen miteinander. Kilonaut erfasst die Ladungen und Kilometerstände laufend und rechnet den Realverbrauch mit — dann steht auf einer Seite des Vergleichs zumindest eine belastbare Zahl.

Realverbrauch automatisch mitrechnen

Häufige Fragen

Ab wann ist ein E-Auto günstiger als ein Verbrenner?

Bei den reinen Energiekosten fast immer, sobald ein nennenswerter Teil zu Hause geladen wird. Bei 18 kWh/100 km und 0,29 €/kWh kostet das E-Auto rund 5,20 € pro 100 km, ein Benziner mit 7 l/100 km bei 2,10 €/l rund 14,70 €. Wer ausschließlich an Schnellladern lädt, rückt deutlich näher an den Verbrenner heran.

Sind Anschaffungspreis und Wertverlust berücksichtigt?

Nein, bewusst nicht. Beide unterscheiden sich zu stark zwischen Modellen, als dass ein allgemeiner Rechner dafür eine ehrliche Zahl liefern könnte. Der Rechner vergleicht ausschließlich Energiekosten.

Welchen Kraftstoffpreis soll ich einsetzen?

Deinen tatsächlichen Durchschnitt über die letzten Tankfüllungen, nicht den aktuellen Tagespreis. Kraftstoffpreise schwanken innerhalb einer Woche stärker als Strompreise innerhalb eines Jahres.