Ladekosten bei mehreren Anbietern im Blick behalten
Wer bei EnBW, Ionity, Aral und zu Hause lädt, hat vier Abrechnungen in drei Formaten. So führst du sie zu einer Zahl zusammen, die stimmt.
Sammle alle Ladungen an einer Stelle statt bei jedem Anbieter einzeln nachzusehen. Praktikabel sind drei Wege: Beleg-Mails an eine Sammeladresse weiterleiten, PDFs und Fotos hochladen, und Heimladungen automatisch von Wallbox oder Home Assistant melden lassen. Entscheidend ist, dass Duplikate erkannt werden — viele Anbieter schicken erst eine Einzelbestätigung und später eine Monatsrechnung über dieselbe Ladung.
Typische Ausgangslage: Wallbox zu Hause, eine Ladekarte fürs Pendeln, eine zweite für die Langstrecke, dazu gelegentlich Ad-hoc am Terminal. Vier Quellen, vier Abrechnungsrhythmen, keine gemeinsame Übersicht. Am Monatsende weiß man, was jede einzelne Karte gekostet hat — aber nicht, was das Auto gekostet hat.
Warum die Anbieter-Apps das nicht lösen
Jede App zeigt nur die eigenen Ladungen. Die Heimladung taucht in keiner auf, obwohl sie meist den größten Anteil hat. Und keine kennt deinen Kilometerstand, ohne den sich Kosten pro 100 km nicht rechnen lassen. Eine Zusammenführung über Schnittstellen scheidet aus — offene APIs für den eigenen Ladeverlauf gibt es bei Ladeanbietern für Privatkunden praktisch nicht.
Die drei Wege, die tatsächlich funktionieren
- 1 Beleg-Mails weiterleiten. Die meisten Anbieter schicken ohnehin eine E-Mail. Eine Weiterleitungsregel im Mailprogramm, einmal eingerichtet, und neue Ladungen tauchen von selbst auf.
- 2 PDF oder Foto hochladen. Für Belege aus einem Kundenportal oder den Papierbeleg vom Terminal. Bekannte Anbieter werden über feste Vorlagen erkannt, alles andere liest eine KI aus.
- 3 Heimladungen automatisch melden. Wallbox, Home Assistant oder ein Shelly-Messgerät senden die geladenen Kilowattstunden direkt — der einzige Weg ohne Papier.
Der Punkt, an dem es meistens schiefgeht
Doppelzählung. EnBW schickt eine Monatsrechnung, die dieselben Ladungen enthält, die du vorher schon als Einzelbestätigung weitergeleitet hast. Ohne Duplikaterkennung stehen sie zweimal in der Summe, und die Auswertung ist wertlos — schlimmer als gar keine, weil sie plausibel aussieht.
Eine brauchbare Erkennung vergleicht Anbieter, Startzeit und Energiemenge mit Toleranz und führt Treffer zusammen, statt eine der beiden Versionen zu verwerfen. Denn oft ergänzen sie sich: die API-Meldung kennt die genauen Kilowattstunden, der Beleg den Betrag.
Was am Ende herauskommen sollte
- Gesamtkosten und Gesamtenergie pro Monat, über alle Anbieter hinweg.
- Die Aufteilung Zuhause gegen Öffentlich — meist die überraschendste Zahl.
- Ø-Preis pro kWh je Anbieter. Erst dadurch fällt auf, dass ein bestimmter Ladepark doppelt so teuer ist wie der Rest.
- Kosten pro 100 km, also die Zahl, die mit einem Verbrenner vergleichbar ist.
Genau dafür ist Kilonaut gebaut: alle Quellen laufen in eine Pipeline, Duplikate werden zusammengeführt, Heimladungen mit dem Strompreis bewertet, der am Ladetag galt. Was Kilonaut nicht macht: Ladesäulen suchen, Routen planen oder Preise vergleichen, bevor du lädst. Dafür sind Apps wie ABRP oder Chargeprice da.
Kostenlos ausprobierenHäufige Fragen
Wie behalte ich den Überblick, wenn ich bei mehreren Ladeanbietern lade?
Führe alle Ladungen an einer Stelle zusammen, statt in jeder Anbieter-App einzeln nachzusehen. Beleg-Mails an eine Sammeladresse weiterleiten, PDFs und Fotos hochladen, Heimladungen automatisch von der Wallbox melden lassen. Wichtig ist eine Duplikaterkennung, weil viele Anbieter dieselbe Ladung zweimal abrechnen — einmal als Bestätigung, einmal auf der Monatsrechnung.
Kann ich die Ladehistorie meiner Anbieter automatisch importieren?
Über offizielle Schnittstellen in der Regel nicht, die gibt es für Privatkunden praktisch nirgends. Über die Belege schon: per E-Mail-Weiterleitung, PDF- oder Foto-Upload.
Zählt die Heimladung mit?
Sie muss sogar, denn sie ist meist der größte Posten. Sie kommt entweder manuell dazu oder automatisch über Wallbox, Home Assistant oder ein Shelly-Messgerät, und wird mit deinem hinterlegten Strompreis bewertet.